Carl Langbein


Langbein Museum Hirschhorn


Das Hirschhorner Museum zeigt die "Naturalien-und Alterthümer-Sammlung" des Hirschhorner Gastwirtes Carl Langbein (1816-1881), die dieser als "warmer Teilnehmer alles Schönen und Religiösen, der Kunst- und Wissenschaftsangehörigen" (wie er sich selbst 1850 bezeichnete) im 19.Jahrhundert zusammengetragen hat. Der besondere Reiz der Langbein'schen Sammlung liegt gerade in ihrer für den heutigen Betrachter überraschenden Vielfalt.Ergebnis einer Sammelweise, die nur aus dem Kunst- und Geschichtsverständnis des 19. Jahrhunderts heraus begriffen werden kann.

Lange bevor in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Heimatmuseen allerorten zusammenfassten, was an alten Handwerksgeräten und Haushaltswaren erhaltenswert schien, machte sich der Hirschhorner Gastwirt Carl Langbein als Sammler einen Namen. Mit seiner Naturalien- und Alterthümersammlung beeindruckte er nicht nur seine Mitbürgerinnen und Mitbürger, sondern auch Besucher wie Mark Twain, der auf seiner Deutschlandreise hier Station machte.

Heute ist die Sammlung Carl Langbeins aus profanen und sakralen Gegenständen, aus zwischen Gegenständen, die auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeit zu haben scheinen. Möbeln, Tierpräparaten und Mineralien eine spannende Schau aus skurrilen, anrührenden und wertvollen Gegenständen. Das neukonzipierte Museum setzt die "Alterthümer" in ein Spannungsfeld unserer Zeit, lädt zu Entdeckungen ein und zeigt Verbindungen zwischen Gegenständen, die auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeit zu haben scheinen.

Lassen Sie sich verzaubern durch die "Naturalien" vergangener Zeiten und per Audioguide von Mark Twain oder Ida Langbein, der Schwester des Gründers, durch die Ausstellung führen. Im Erdgeschoss des Hauses finden Sie außerdem interessante Wechselausstellungen

An Sammelgebieten sind im Museum vertreten:

- Skulpturen, Architektur- und Altarfragmente (16.-19. Jahrhundert)
- Malerei und Graphik (17.-19. Jahrhundert)
- Kunstgewerbliche Objekte (18.-19. Jahrhundert)
- Religiöse Klein- und Volkskunst (18.-19. Jahrhundert)
- Möbel (16.-19. Jahrhundert)
- Waffen, Jagdgerät und Jagdtrophäen (18.-20. Jahrhundert)
- Gebrauchsgegenstände und Werkzeuge (17.-19. Jahrhundert)
- Umfangreiche Münz- und Büchersammlung
- Objekte zur Hirschhorner Geschichte, wie zum Beispiel zum Gefecht von Hirschhorn (Badische Revolution 1849)

Von besonderer Bedeutung sind Exponate aus dem ehemaligen Karmeliterkloster Hirschhorn: Teile der Bibliothek (z.B. ein Antiphonarium aus dem 14. Jahrhundert) und der künstlerischen Ausstattung (Reste des barocken Hochaltars 1761/62) und Mobilar aus dem Refektorium.

Eine weitere Attraktion stellt auch das aus rund 180 Tierpräperaten, die meisten davon von Carl Langbein selbst kunstvoll präpariert, bestehende Diorama dar. Es bietet einen eindrucksvollen Überblick über die heimische, in einigen Fällen auch vom Aussterben bedrohte Tierwelt.

Die Welt der Ritter wird präsentiert durch die ausgestellten Waffen und Rüstungen und durch das interessante Fundmaterial von der Burg Hirschhorn.


Veröffentlichungen

Neuerwerbungen

Hoffmannbild100

Burgansicht von Heinrich Hoffmann





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